Warum die Passform der Maske bei der nicht-invasiven Beatmung wichtig ist

Die richtige Größe ist einer der wichtigsten Faktoren für eine zuverlässige Abdichtung.
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Warum die Passform der Maske bei der nicht-invasiven Beatmung wichtig ist

Die richtige Größe ist einer der wichtigsten Faktoren für eine zuverlässige Abdichtung.
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Warum die Passform der Maske bei der nicht-invasiven Beatmung wichtig ist

Die nicht-invasive Beatmung (NIV) und die kontinuierliche Überdruckbeatmung (CPAP) sind nur so effektiv wie die Schnittstelle, über welche sie verabreicht werden. Eine schlecht sitzende Maske kann zu Luftleckagen, Unbehagen, Druckverletzungen und letztendlich zum Scheitern der Therapie führen. Im Gegensatz dazu kann die Auswahl der richtigen Größe und die korrekte Anwendung der Maske von Anfang an die Verträglichkeit für den Patienten erheblich verbessern, die Hautintegrität schützen und positive klinische Ergebnisse unterstützen.

Die V2 Oro-Nasal-Maske wurde entwickelt, um eine effektive Beatmung zu gewährleisten und gleichzeitig Komfort, Hautschutz und einfache Handhabung in den Vordergrund zu stellen. Die korrekte Größenbestimmung, Passform und Anpassung der Maske ermöglicht es Anwendern, die Therapie von Beginn an zu optimieren.

Die Wahl der richtigen Maskengröße: eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung

Die richtige Größe ist einer der wichtigsten Faktoren für eine zuverlässige Abdichtung. Die V2 Oro-Nasal-Maske verwendet längenbasierte Gesichtsmaße, sodass Anwender schnell, genau und diskret die am besten geeignete Größe auswählen können.

Für eine genaue Messung sollten die Gesichtsmuskeln des Patienten entspannt und der Kiefer geschlossen sein. Die Größenmesslehre wird am Nasenrücken, direkt unterhalb der Augen, platziert. Die Größe wird anhand der Stelle bestimmt, an welcher die Unterkante des Kinns mit der Messlehre übereinstimmt. Liegt das Messergebnis zwischen zwei Größen, sorgt die Auswahl der kleineren Größe in der Regel für eine effektivere Abdichtung.

Die individuelle Gesichtsanatomie sollte immer berücksichtigt werden. Patienten mit Bartwuchs, ausgeprägtem Weichgewebe oder überschüssiger Haut im Halsbereich benötigen möglicherweise eine größere Maske, während Patienten mit kleineren Gesichtszügen oder ohne Gebiss möglicherweise besser mit einer kleineren Maske ausgestattet sind. Mit fünf verfügbaren Größen, wobei Petite und Extra Small am häufigsten verwendet werden, ermöglicht die V2-Maskenreihe für die meisten Patienten eine präzise Passform auf Anhieb. 

Anlegen der Maske: Komfort, Stabilität und Passgenauigkeit

Nachdem die richtige Größe ausgewählt wurde, sorgt das sorgfältige Anlegen für Komfort, Stabilität und optimale Passgenauigkeit.

Die Maske sollte durch sanftes Aufrollen vom Kinn nach oben angelegt werden, um Mund und Nase zu bedecken, sodass sich die Abdichtung auf natürliche Weise bildet. Diese Technik funktioniert in Verbindung mit der integrierten Kinnschale, welche die Stabilität verbessert und ein Hochrutschen in das Sichtfeld des Patienten verhindert.

Die Kopfhalterung sollte sorgfältig positioniert werden, wobei zuerst die oberen und dann die unteren Kopfbänder befestigt werden sollten. Die Anpassungen sollten mit Blick auf den Patienten vorgenommen werden, um sicherzustellen, dass die Maske den natürlichen Konturen des Gesichts folgt. Die Kopfbänder sollten fest sitzen, aber nicht zu eng sein, sodass zwischen dem Kopfband und der Haut noch einen Finger breit Platz ist.

Die V2-Maske wurde entwickelt, um Undichtigkeiten ohne übermäßiges Festziehen zu minimieren. Übermäßiges Festziehen kann das Unbehagen verstärken und das Risiko von Druckverletzungen, insbesondere an empfindlichen Stellen wie dem Nasenrücken, steigern.

Die V2-Maskenreihe von Hans Rudolph umfasst oronasale Masken für Erwachsene mit geringem Totraum, welche Ihnen eine effektive nichtinvasive Beatmung und CPAP-Behandlung Ihrer Patienten ermöglichen.

Umgang mit Undichtigkeiten ohne Beeinträchtigung der Hautintegrität

Die Beurteilung von Undichtigkeiten ist ein wesentlicher Bestandteil der Maskenoptimierung. Bitten Sie den Patienten, tief auszuatmen, damit Sie Undichtigkeiten im Bereich der Nase, der Wangen oder des Kinns erkennen können.

Kleinere Undichtigkeiten lassen sich oft durch Anpassen des Kopfbands am Scheitel korrigieren, anstatt alle Kopfbänder festzuziehen. Dieser Ansatz trägt dazu bei, den Komfort zu erhalten und gleichzeitig die Integrität der Abdichtung zu gewährleisten.

Ein wesentliches Merkmal der V2-Maske ist ihr tiefer Nasenflansch mit doppelter Abdichtung, der aus weichem thermoplastischem Elastomer hergestellt ist. Dieses Design sorgt für eine Niederdruckabdichtung am Nasenrücken, wodurch Undichtigkeiten reduziert und der Druck auf die Haut minimiert werden. Übermäßiges Festziehen kann diesen Mechanismus beeinträchtigen und das Risiko von Hautschäden erhöhen.

Schutz der Haut während der NIV-Therapie

Gerätebedingte Druckverletzungen (DRPI) treten auf, wenn medizinische Geräte eine anhaltende mechanische Belastung auf die Haut und das darunterliegende Gewebe ausüben. Diese Verletzungen folgen in der Regel der Form des Geräts und treten am ehesten an der Schnittstelle zwischen Gerät und Haut auf, wo Druck, Scherkräfte und Reibung konzentriert sind.

Internationale Leitlinien zur Prävention von Druckgeschwüren 2025[1] betonen die Bedeutung von:

Bei der Aufnahme und mindestens alle vier Stunden während der NIV-Therapie sollten regelmäßige Hautuntersuchungen durchgeführt werden[2], wobei besonders auf den Nasenrücken und das Kinn zu achten ist. Die Häufigkeit der Untersuchungen sollte bei Personen mit erhöhtem Risiko erhöht werden, darunter Personen mit empfindlicher Haut, Diaphorese, verminderter Sensibilität oder eingeschränkter Fähigkeit, Beschwerden mitzuteilen.

Bei ersten Anzeichen einer Hautschädigung wie blanchierbarem oder nicht blanchierbarem Erythem kann ein dünner vorbeugender Schaumverband angewendet werden, um die Druckverteilung zu verbessern[2], sofern dieser die Passform oder Funktion der Maske nicht beeinträchtigt. Die Verbände sollten einen ausreichenden Wärme- und Feuchtigkeitstransport ermöglichen, um Mazeration zu vermeiden, und es sollte darauf geachtet werden, dass zusätzliche Schichten den Druck unter eng anliegenden Geräten nicht erhöhen[1].

Das anatomisch geformte Design der V2-Maske und das Fehlen starrer Komponenten über Risikobereichen tragen zusätzlich zum Hautschutz bei, wenn die Maske bestimmungsgemäß verwendet wird.

Verstehen, warum maskenbedingte Verletzungen auftreten

Druckverletzungen sind lokale Schäden an der Haut und dem darunterliegenden Gewebe, typischerweise über Knochenvorsprüngen oder unter medizinischen Geräten, die durch anhaltenden Druck oder Druck in Kombination mit Scherkräften entstehen. Verletzungen können unter intakter Haut auftreten oder sich als offenes Geschwür zeigen und schmerzhaft sein.[1]

Im Zusammenhang mit NIV treten maskenbedingte Verletzungen selten allein aufgrund von Druck auf. Stattdessen resultieren sie aus einer Kombination von:

Zusammen beeinträchtigen diese Faktoren die Gewebetoleranz und erhöhen das Verletzungsrisiko, insbesondere an empfindlichen Stellen des Gesichts wie dem Nasenrücken[1].

Unterstützung des Patientenkomforts und der laufenden Pflege

Der Komfort des Patienten ist für die Verträglichkeit und den Erfolg der NIV von zentraler Bedeutung. Wenn es klinisch angemessen ist, können intermittierende Pausen mit Nasenkanüle oder High-Flow-Sauerstoff dazu beitragen, den Komfort aufrechtzuerhalten und Zeit für wichtige Pflegeaufgaben wie Mundhygiene, Verabreichung von Medikamenten und Hautkontrolle zu gewinnen[3,4].

Es gilt als bewährte Praxis, den Druck zu reduzieren oder umzuverteilen, indem die Schnittstellen für die Sauerstoffzufuhr gewechselt werden, sofern dies sicher ist, und indem das Gerät und seine Befestigungen regelmäßig neu positioniert werden, um Druck und Scherkräfte zu minimieren[1].

Bei Patienten, die eine Magensonde benötigen, kann die Verwendung einer MetroSeal™ NG-Befestigungsvorrichtung vor dem Anlegen der Maske dazu beitragen, Undichtigkeiten zu reduzieren und den Komfort zu verbessern, indem eine effektivere Abdichtung um die Sonde herum geschaffen wird.

Das Entfernen der Maske ist ganz einfach: Lösen Sie die Schnellverschlüsse an den unteren Bändern und heben Sie die Maske dann vorsichtig vom Kinn und der Nase ab.

Entwickelt für Flexibilität in verschiedenen klinischen Umgebungen

Die V2 Oro-Nasal-Maskenreihe umfasst belüftete und nicht belüftete Ausführungenund kann somit in einer Vielzahl von Beatmungssystemen eingesetzt werden.

Nicht belüftete Masken sind für den Einsatz mit mechanischen Beatmungsgeräten in der Akutversorgung vorgesehen und stützen sich auf die Sicherheitssysteme der Beatmungsgeräte. Optionen mit einem Anti-Asphyxie-Ventil bieten eine zusätzliche Sicherheitsebene, da sie im Falle eines Beatmungsgeräteausfalls oder Stromausfalls die Zufuhr von Raumluft ermöglichen. Belüftete Versionen sind für Ein-Schlauch-Bi-Level-Geräte mit einem Schlauch konzipiert und gewährleisten eine effektive Ausatmung bei gleichzeitiger Gewährleistung der Patientensicherheit.

Diese Vielseitigkeit reduziert die Notwendigkeit, mehrere Maskentypen auf Lager zu halten, vereinfacht die Bestandsverwaltung und gewährleistet gleichzeitig die klinische Sicherheit.

Eine durchdachte Schnittstelle für eine effektive NIV

Die V2 Oro-Nasal-Maske kombiniert geringen Totraum, anatomisches Design und evidenzbasierte Funktionen, um eine effektive Beatmung, CO₂-Clearance und Patientenkomfort zu unterstützen. In Verbindung mit der richtigen Größe, sorgfältiger Anwendung und regelmäßiger Neubewertung ermöglicht sie Ärzten eine effektive und gut verträgliche NIV. 

Durch die Konzentration auf Passform, Komfort und Hautschutz können Ärzte Komplikationen reduzieren, die Patientenerfahrung verbessern und bessere Therapieergebnisse erzielen.

Bild von  Abby Lennon

Abby Lennon

Klinische Pflegeberaterin, RN

Abby arbeitet mit dem klinischen Ausbildungsteam zusammen, um medizinisches Fachpersonal mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung als examinierte Krankenschwester, die seit acht Jahren auf Intensivstationen und in der Beatmungstherapie tätig ist, zu unterstützen und zu schulen.

[1] National Pressure Injury Advisory Panel, European Pressure Ulcer Advisory Panel and Pan Pacific Pressure Injury Alliance. Device-Related Pressure Injuries. In: Prevention and Treatment of Pressure Ulcers/Injuries: Clinical Practice Guideline. The International Guideline: Fourth Edition. Emily Haesler (Ed.). 2025. Abrufbar unter: https://internationalguideline.com. 

[2] Gefen, Amit, et al. “Device-Related Pressure Ulcers: SECURE Prevention. Second Edition.” Journal of Wound Care, vol. 31, no. Sup3a, 1. März 2022, Seite S1–S72, https://doi.org/10.12968/jowc.2022.31.sup3a.s1. 

[3] Davidson, A Craig, et al. “BTS/ICS Guideline for the Ventilatory Management of Acute Hypercapnic Respiratory Failure in Adults.” Thorax, vol. 71, no. Suppl 2, 14 Mar. 2016, pp. ii1–ii35, https://doi.org/10.1136/thoraxjnl-2015-208209 

[4] Amir Emami Zeydi, et al. “MaskRelated Pressure Injury Prevention Associated with NonInvasive Ventilation: A Systematic Review.” International Wound Journal, Band 21, Nr. 6, 1. Juni 2024, https://doi.org/10.1111/iwj.14909 

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